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Bericht vom großen Jubiläumskonzert 2022

Schwungvoll und in bester Laune lief das Jubiläumskonzert zum 20. Geburtstag des Vereins MUSIK-NETZ EICHSTÄTT e.V. im Alten Stadttheater über die Bühne. Empfangen und eingestimmt wurden die Gäste schon im gläsernen Treppenaufgang mit einer großen Fotoausstellung über die unterschiedlichsten Konzerte und Aufführungs-Orte seit der Gründung 2002. So mancher Besucher verweilte in Gedanken beim Anblick seiner damals noch kleinen Kinder auf den Bildern, und erinnerte sich an die vielen mit ihnen erlebten musikalischen Höhepunkte. Andere, jüngere, suchten gespannt, ob sie wohl auch auf den Fotos zu finden seien.

Das Team der 11 Lehrkräfte hatte ein unterhaltsames Programm zusammengestellt, das mit kluger Abwechslung querbeet durch alle Stilrichtungen führte. „Musik für alle“, der Slogan des Vereins, wurde gleich zu Beginn mit einem 27köpfigen Ensemble aus großen und kleinen, alten und jungen Streichern, Holzbläsern, Gitarristen, einem Akkordeonspieler und einem Schlagwerker umgesetzt, die sich speziell zu diesem festlichen Anlass zusammengefunden hatten. Mit frischen Fanfaren erklang unter der Leitung von Lydia Tyrakowski-Cebulla der „Coro“ aus der „Wassermusik“ von G. F. Händel. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Vereins, Christine Köhnlein, zauberte ein großes Streicherensemble (siehe Foto) unter Leitung von Màrta Tekula mit vollem Ton die bekannte „Scene and Dance“ aus dem Schwanensee-Ballett von Tschaikowsky in den Raum. Noch ganz versunken in diese romantischen Klänge widmeten sich die Zuhörer dann aufmerksam dem folgenden Beitrag von Jakob Geiger, der auf der Konzertgitarre konzentriert und sauber „Perfect“ von Ed Sheeran vortrug. Zupackend und frisch musizierten Clara v. Falkenhausen „Here‘s a Pirate“ und Pia Seybert „Kokosnüsse knacken“ mit ihrer Lehrerin Jana Schindler am Flügel. Zwischen den Stücken konnte man mit Vergnügen der Moderation von Rita Pesold folgen, die geschickt von einem zum anderen führte. Ihre junge Schülerin Carolina Albrecht durfte ihr „Maulwurfslied“ auf der Blockflöte sogar selbst mit ankündigen. Manche der Schülerinnen und Schüler bleiben über viele Jahre bei der Stange, bis hinein ins Erwachsenenalter: So auch Eva Eder, die das Publikum am Flügel einfühlsam in die fließende Musik von Ludovico Einaudi mitnahm. Dasselbe gilt für Emilia Butsch, die mit sicherem Griff in die Tasten das Stück „Sarah“ von Thomas Peter-Horas spielte. Beim folgenden Böhmerwald-Walzer der Akkordeons, gespielt von Michael Rixner und Alexander Schlegel, war das Publikum schon so gut aufgelegt, dass es leise mit zu summen begann. In dieser gelösten Stimmung traten der Stellvertreter des Landrats, Sven John, und die dritte Bürgermeisterin, Martina Edl, an das Rednerpult und überbrachten die Grußworte gleich miteinander und abwechselnd. Sie gratulierten dem Verein und unterstrichen in ihrem unterhaltsamen Auftritt den Wert der musikalischen Erziehung und Betätigung auf der einen Seite „für alle“, und auf der anderen Seite die Bedeutung der ehrenamtlichen Vereinsarbeit für das öffentliche Leben.

Still wurde es im Saal, als Sopranblockflöte und Akkordeon miteinander in elegischen Klängen verschmolzen, die unter die Haut gingen, als Rita Pesold und Alexander Schlegel die „Klezmer Fantasie“ von Alan Rosenheck vortrugen. Das dann folgende „Laudatio“ genannte Grußwort des Tonkünstlerverbands verlas Christine Köhnlein, da Andrea Fink nicht selbst kommen konnte. Die Generalsekretärin des TKV Bayern drückte ihre Freude über dieses Jubiläum aus und betonte auch die Qualitätssicherung des Unterrichts durch die vom Kultusministerium eingeforderte Zertifizierung der Lehrkräfte. Lydia Tyrakowski-Cebulla durfte sich als langjähriger und ausdauernder Motor des Vereins über ein großes Lob und anhaltenden Beifall freuen.

Die zweite Hälfte des Konzerts eröffneten Carmen Kuch und Alexander Schlegel als Akkordeonduo mit den flotten und nostalgischen Stücken „Chicago Fox“ und „Petit Louis“. Und: was war das? Eine kleine bezaubernde „Katze“ betrat die Bühne, die erst 7jährige Anna Schindler, und sang „Willst du gern Klavier spiel’n lernen fehlerlos, übe Tonleitern und viel Arpeggios“ aus dem Film „Aristocats“, wobei sie von ihrer Mutter Jana Schindler am Flügel begleitet wurde. Die Lehre daraus: wer fleißig übt, wird als Künstler groß, formuliert die Hoffnung vieler junger Musiker. Darauf folgte dann jedoch die nicht ganz ernst gemeinte Klage eines alt gewordenen Kollegen: Lydia Tyrakowski-Cebulla sang und verkörperte mit komödiantischem Schalk dessen Schicksal mit dem Lied „Das Triangel“ von Georg Kreisler und hatte die Lacher im Saal auf ihrer Seite. Jana Schindler begleitete dieses sehr frei vorgetragene Stück musikalisch wendig und unterstreichend. Im Anschluss mischte der junge Drummer Fabian Richter das Publikum auf mit „Save Your Tears“, einem Titel der Band „The Weekend“.

Im letzten Drittel des Konzerts gab es weitere Höhepunkte: Alexander Schlegel ist nicht nur Musiklehrer, sondern er komponiert auch. Zusammen mit seinem Kollegen am Schlagzeug, Daniel Schächer, trug er am Flügel zwei seiner Stücke vor: „Mallet Isle“ und „Waterfall“. Beiden Musikern stand die Freude des gemeinsamen Musizierens als Duo ins Gesicht geschrieben, und das Publikum ließ sich davon anstecken. Dazwischen wurden die Stationen der Geschichte des Vereins in Form eines Interviews der Lehrkräfte über ihre Arbeit im Musiknetz dargestellt. Durch das Interview führte Doris Keim. Die unterschiedlichen Motivationen und Verbindungen im Kollegium enthielten einige erhellende Aussagen. Deutlich wurde als roter Faden vor allem eines: „Nur als Team sind wir stark.“ Ihre Dankesrede an die Schülereltern und fördernden Vereinsmitglieder stellte Lydia Tyrakowski-Cebulla daran anknüpfend unter das Motto „Eine gelungene Gemeinschaft ist ein soziales Kunstwerk“. Der Teamgedanke wird im MUSIK-NETZ EICHSTÄTT e.V. auch in der Musik groß geschrieben. Es folgte die Gruppe der „Eichstätter Längsflöten“ mit zwei modernen Stücken, einem „Molto Vivace“ von Bela Bartok, und einem „Capriccio“ des Eichstätter Komponisten Günter Thim, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feierte. Mit dem Dank der Vorsitzenden Christine Köhnlein an alle Mitwirkenden kündigte sich nun das Ende des fulminanten Konzerts an. Den „Rausschmeißer“ brachte das Lehrkräfteteam selbst auf die Bühne. Launig erklang unter der Leitung des Gitarristen Ney Militao dessen Arrangement einer Westernfilm-Musik von Ennio Morricone: „The Good, The Bad And The Ugly“. Beschwingt und lachend verließen die Zuhörer den Saal, sahen sich noch einmal das eine oder andere Foto an und bedankten sich mit großzügigen Einlagen in den „Klingelbeutel“.

Bildergalerie vom Konzert

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Frühlingsvorspiel 2022

Am 27.März 2022 gab es am Musik-Netz endlich nach sehr langer Zeit wieder ein Live-Schülervorspiel in einem geschlossenen Raum, in diesem Fall war es (erstmals) der Saal des Eichstätter Evangelischen Gemeindehauses. Die insgesamt 14 Schüler boten ihrem aus jeweils einem Angehörigen sowie ihren Lehrkräften bestehenden Publikum ein sehr buntes und abwechslungsreiches Programm. Für einige der jungen Musiker war es der erste „große“ Auftritt, andere hatten schon etwas Übung im Vorspielen, alle zeigten jedoch sehr souverän ihr Können und füllten den lichtdurchfluteten Saal mit feierlichen, tänzerischen, heiteren aber auch nachdenklicheren Melodien. Es musizierten Schüler der Klassen von Maria Gabler (Querflöte), Lydia Tyrakowski-Cebulla (Blockflöte, Gesang) sowie Jana Schindler, Alexander Schlegel und Christine Köhnlein (Klavier). Besonders letztere freuten sich über das Vorhandensein eines richtigen Flügels in dem großen Gemeindesaal. Dieser dürfte auch aufgrund seiner guten Akustik und angenehmen Atmosphäre auch in Zukunft für Musik-Netz-Veranstaltungen genutzt werden.

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Blockflöten-Ensemble Eichstätter Längsföten

Das Laien-Ensemble um die Musiklehrerin Lydia Tyrakowski-Cebulla ist im Laufe der Zeit aus dem Unterricht von erwachsenen „Wiedereinsteigern“ entstanden und spielt in unterschiedlicher Besetzung seit mehr als 10 Jahren zusammen. Sein Programm reicht von Händels Wassermusik bis hin zu modernen Komponisten wie Benjamin Britten, Günter Thim, Fritz Kreisler und Viktor Fortin, verachtet aber auch Volks- und Popmusik nicht. Das Ensemble trat bis zu Pandemiebeginn viele Jahre mit einem Weihnachtskonzert je im Seniorenwohnheim St. Elisabeth und in der Christmette des Eichstätter Gefängnisses auf. Die Sommerprogramme wurden bei den verschiedensten Festen dargeboten.

Mit der großen Produktion von „King Arthur“, von Henry Purcell, trat das Ensemble mehrmals erfolgreich auf: Unter anderem 2018 in der Eichstätter Partnerstadt Bolca und in Velo Veronese, dann 2019 mit großem Erfolg im Spiegelsaal der Residenz. Dabei gab es eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der italienischen Sängerin Raffaella Benetti, einem „Erzähler“, sowie einer Lichtinstallation von Walter Bamberger.

2020 und 2021 fielen die geplanten Konzerte leider den „Corona-Maßnahmen“ zum Opfer.

Die Mitglieder in alphabetischer Reihenfolge:

Walter Bamberger

Maria Gabler

Oliver Haugg

Bärbel Klaaßen

Barbara Klupp-Dandl

Doris Schneider

Lydia Tyrakowski-Cebulla, Leitung

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Dankkonzert für den neuen Flügel

Im Frühjahr 2021 erreichte den Musik-Netz-Vorstand die Nachricht, dass Frau Gabriele Casper den Flügel ihres verstorbenen Mannes und ehemaligen Musiklehrers Conrad Casper an den Verein spenden möchte. Die Freude war sehr groß, da das Musik-Netz zwar einige gute Klaviere aber bisher noch keinen richtigen Flügel besaß. Noch erfreulicher war, dass sich in der Folgezeit sowohl die Willibald-Schmidt-Stiftung Beilngries sowie die Kulturstiftung Eichstätt bereit erklärten, die Kosten für den Transport sowie für die notwendige Überholung des Instruments zu fördern.

Um das neue Instrument entsprechend zu würdigen und in der Öffentlichkeit zu präsentieren sowie auch aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums des Vereins im kommenden Jahr, gibt es eine kleine Konzertreihe mit Kammermusik rund um den Flügel. Das erste dieser Konzerte war eine Dankkonzert für die Spenderin und die Förderer und fand am 29.10.2021 statt.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von der 1. Vorsitzenen, Christine Köhnlein, selbst auch Klavierlehrerin, mit einer feierlichen Dankes-Ansprache, in welcher sie unter anderem auch betonte, welch eine gute Erfahrung es für fortgeschrittene Klavierschüler sei, auf einem Konzertflügel spielen zu können. Sodann setzte sie sich selbst an den Flügel und spielte gemeinsam mit Alena Gschwandtner an der Violine drei Sätze aus der Sonatine op.100 von Antonin Dvorak. Dann folgte eine Ansprache der Kassierin des Vereins und persönlichen Freundin Gabriele Caspers, Lydia Tyrakowski-Cebulla. Auch diese musizierte im Anschluss und sang Lieder von Edmund Nick mit Texten Erich Kästners. Dabei wurde sie sehr einfühlsam von Jana Schindler am Flügel begleitet. Letztere steuerte zudem noch zwei Solo-Beiträge am Flügel, darunter den Walzer op.12 von Edvard Grieg, bei.

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Die Eichstätter Längsflöten im Barockgarten von St.Walburg

Eine schwarze Wolke verhieß nichts Gutes, als sich am Sonntag, 8.August 2021 die 7 Eichstätter Längsflöten aus dem Musik-Netz Eichstätt e.V. in der barocken Gartenanlage des Klosters St. Walburg aufstellten. Auch die Nonnen hatten Schautafeln und Tischchen zum Vortrag aufgebaut. Doch sie hatten Glück: Kein Tropfen fiel während der beiden folgenden, ausgebuchten, Führungen im Rahmen der Reihe „Hortus in der Stadt“.

Mutter Hildegard holte die Besucher am Schulhof ab und führte sie in den Garten, wo sie vom ersten der „5 blumigen Stücke“ aus „A Smell of Roses“ von Hans Joachim Teschner empfangen wurden. In einem geistlichen Impuls stimmte Mutter Hildegardauf den Garten als Sinnbild der Schöpfung ein, in welchem alle möglichen Pflanzen Platz haben und wachsen dürfen, ob sie nun groß und spektakulär oder eher unscheinbar sein mögen.

Schwester Theresa berichtete anschaulich von dem historischen Garten, den schon Mauricio Pedetti gezeichnet hatte, und erzählte vom Gang der Dinge durch die Jahrhunderte bis hin zum Neubau der heutigen Tiefgarage und dem Wiederaufbau des Gartens vor 20 Jahren. Sie bedauerte sehr, dass jetzt im August nur wenige Blumen blühten, und dass vor allem die Rosen so stark durch den vielen Regen gelitten hätten. Doch Ihre Fotos der blühenden Rabatten und die frischen Musikstücke des Ensembles unter Leitung von Lydia Tyrakowski-Cebulla brachten den Garten vor dem inneren Auge der Betrachter wieder zum Blühen.

Die Nonnen bewirteten die Gäste im Garten mit einem Gläschen aus eigener Herstellung des Klosters, und in angeregter und lockerer Gesprächsrunde gingen beide Führungen zu Ende.

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Kleines Vorspiel in Schernfeld

Als sich die Blockflöten- und Querflötenschüler von Lydia Tyrakowski-Cebulla und Maria Gabler am 23.07.2021 im schönen Garten der Schule Schernfeld zu einem Vorspiel für ihre Familien versammelten, hatten sie viel Glück mit dem Wetter: Es wurde ein wunderschöner warmer und trockener Sommerabend, eine echte Serenade. Die Kinder musizierten mit solch großer Begeisterung und Freude, dass die langen Einschränkungen im zurückliegenden Schuljahr schnell vergessen waren. Das Programm reichte von „Hans, bleib da“, „Krachauto“, „Tanz mir nicht mit meiner Jungfer Käthen“ und anderen stimmungsvollen Liedern bis zu einer schon recht anspruchsvollen Fassung von Mozarts „Kleiner Nachtmusik“. Ebenso groß waren Freude und Stolz bei Eltern und Geschwistern, die den Abend im Freien genossen.

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Sommerkonzert des Musik-Netz im ASThe Eichstätt

Alles hat schlechte und gute Seiten – so auch die Corona-Pandemie. Einerseits konnten wegen ihr am Musik-Netz seit gut anderthalb Jahren keine größeren Schülervorspiele in Präsenz stattfinden, die sonst üblichen großen Jahreskonzerte mussten 2020 und 2021 entfallen. Andererseits hat die Stadt Eichstätt als Reaktion auf den Lockdown (wie bereits im EK berichtet…) den Kulturschaffenden vorübergehend die kostenfreie Nutzung der Räume im Alten Stadttheater angeboten. Diese einmalige Gelegenheit hat sich das Musik-Netz nicht entgehen lassen, und so fand am vergangenen Sonntag ein Sommerkonzert im großen Festsaal des ASThe statt. Insgesamt 11 Schüler durften in einem richtigen Konzertsaal mit großer Bühne eine wichtige Vorspielerfahrung machen und die Ergebnisse ihres Übens vor Publikum zu präsentieren. Dieses bestand aus eingeladenen und vorangemeldeten Familienmitgliedern und Freunden der jungen Musiker sowie deren Lehrkräften. Letztere waren natürlich auch als Korrepetitoren, Duettpartner, Organisatoren und mentale Unterstützer in das Konzertgeschehen eingebunden. Das Programm war trotz seines im Vergleich zu vergangenen Jahreskonzerten etwas geringerem Umfangs äußerst abwechslungsreich.

Zunächst begrüßte die 1.Vorsitzende des Musik-Netz, Christine Köhnlein, alle Anwesenden herzlich, sie war es auch, die das Konzert im weiteren Verlauf moderierte.

Den musikalischen Auftakt gab Gloria Deckwer an der Blockflöte mit dem 1.Satz des Concerto Nr.2 des englischen Komponisten John Baston und überzeugte durch eine souveräne und erfrischende Darbietung des spätbarocken Werkes. Begleitet wurde sie von ihrem Vater, Klaus König, am Klavier.

Dann entführte Clara von Falkenhausen am Klavier gemeinsam mit ihrer Lehrerin Jana Schindler das Publikum in die Unterwasserwelt: sie spielte einen „Krabbenspaziergang“ sowie „Die Seeanemone“ von Jörg Hilbert. Dabei gelang es ihr sehr gut, die unterschiedlichen Charaktere dieser Meeresbewohner musikalisch darzustellen.

„Tanz mir nicht mit meiner Jungfer Käthen“ hieß das nächste Stück, welches Anna Borasch auf der Querflöte im Duett mit ihrer Lehrerin Maria Gabler spielte, ein sehr altes Volkslied von Valentin Hausmann. Die Schülerin überzeugte durch einen sauberen Ansatz und sehr reine Intonation, sowohl im tiefen als auch im hohen Register – umso bewundernswerter, als sie das Instrument erst seit einem Jahr erlernt.

Es folgten wieder zwei Stücke für Klavier vierhändig, diesmal gespielt von Pia Seyberth mit Jana Schindler: „Dino spielt Schlagzeug“ und „Durch Berg und Tal“, beides komponiert von Aniko Drabon. Bei ersterem wurde von den beiden Spielern zusätzlich rhythmisches Händeklatschen gefragt, was Schülerin und Lehrkraft bravourös meisterten. Das zweite Stück bot dann dank seines ruhigen fließenden Charakters wieder etwas Erholung.

Dann kam Musikantenstadl-Stimmung auf: Michael Rixner und sein Lehrer Alexander Schlegel luden am Akkordeon mit dem bekannten Böhmerwald-Walzer zum Mitschunkeln und Mitsingen ein. Das Publikum folgte der Aufforderung mit großer Begeisterung und Dankbarkeit.

Es folgte wiederum ein ruhigerer Beitrag: Raul Schuster spielte auf der Konzertgitarre ein „Estudio“ des Komponisten Francisco Tárrega und glänzte durch seine sichere und geschmackvolle Interpretation der spanisch-melancholischen Akkordbrechungs-Übung.

Als nächstes gab Emilia Butsch aus der Klavier-Klasse von Christine Köhnlein das sehr bekannte Rondo „Alla Turca“ von W.A. Mozart zum Besten, bei welchem unter anderem Elemente orientalischer Kampfmusik verarbeitet wurden. Die Schülerin bewältigte das technisch durchaus anspruchsvolle Stück sehr souverän und spielte weitgehend auswendig.

Sophie Roelandt an der Violine überzeugte im nächsten Beitrag mit einer gefühlvollen und sehr gut intonierten Darbietung einer Romanze der russischen Komponistin Natalja Baklanowa. Ihre Lehrerin Alena Gschwandtner begleitete sie dabei am Klavier.

Es folgte eine Eigenkomposition des Schlagzeuglehrers Daniel Schächer für Cajon solo, welche dessen Schüler Nils Reinfurt rhythmisch sehr sicher und mit viel Groove vorspielte. Noch grooviger wurde es im darauf folgenden Beitrag: Daniel Stefan spielte am Drumset „Late Night Funk“ von Jack Curtis. Dabei ließ er sich von der sehr prominenten und rhythmisch vertrackten Basslinie des dazu abgespielten Playalongs nicht aus dem Konzept bringen und legte einen starken Auftitt hin.

Zum Abschluss trug Doris Keim, eine erwachsene Gesangsschülerin von Lydia Tyrakowski-Cebulla, „Shallow“ von Lady Gaga und Mark Ronson vor, im Gegensatz zum Songtitel („Untiefe“) mit viel Tiefgang und angenehmer Stimmfarbe. Begleitet wurde sie von Alexander Schlegel am Klavier.

Christine Köhnlein dankte am Ende allen Beteiligten, besonders auch Márta Tekula (2.Vorsitzende und Schulleitung), welche die Koordination der ganzen Konzertplanung übernommen hatte sowie der Familie Keim, welche für die Organisation der Soundtechnik sorgte. Ein großer Dank ging natürlich auch an die Stadt Eichstätt, allen voran Frau Fürsich, für die Bereitstellung und Ausstattung des Festsaals.

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3.Online-Vorspiel am 14.05.2021

Mit viel Begeisterung präsentierten die Schüler aus den Klassen von Alexander Schlegel (Akkordeon und Klavier), Maria Gabler (Querflöte), Ney Fernandes Militao (Gitarre) und Alena Gschwandtner (Violine) ihr musikalisches Können beim dritten Online-Vorspiel des Musik-Netz Eichstätt. Dementsprechend groß war der Applaus vonseiten des ebenfalls über Zoom zugeschalteten bzw. im eigenen Wohnzimmer der Vortragenden sitzenden Publikums.

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Online-Frühjahrskonzert am 25.04.2021

Eigentlich hätte 25. April ein Frühlings-Schülerkonzert des Musik-Netz im Alten Stadttheater stattfinden sollen – dies war leider aus Pandemie-Gründen nicht möglich. Um den Musikschülern das Vorspielen ihrer, gerade in der Lockdown-Zeit oft besonders fleißig geübten Stücke zu ermöglichen, wurde das Konzert kurzerhand „ins Internet“ verlegt. Über einen zuvor versendeten Link nahmen die Schüler sowie ihr Publikum an einem „Meeting“ auf der Video-Plattform Zoom teil. Bereits im März hatte es ein derartiges Online-Vorspiel gegeben, im Unterschied dazu gab es dieses Mal aber eine Moderation vonseiten Rita Pesolds, welche launig durch die insgesamt 9 Beiträge führte. Organisiert wurde das Konzert vom Klavier- und Akkordeonlehrer Alexander Schlegel. Bevor es losgehen konnte, wurde noch der Applaus getestet – mit Erfolg, die zu erwartenden Rückkoppelungen bei zeitgleich eingeschalteten Mikrofonen blieben aus und das Klangergebnis lag ziemlich nahe am Live-Applaus. Es folgte ein buntes Programm auf Klavier (Felix Niefnecker, Korbinian Bleitzhofer, Felix Sedlacek, Luisa Klingele, Anita Kiss und Katja Schuster); Akkordeon (Michael Rixner); sowie auf Violine (Marie Schwab – Lehrerin: Alena Gschwandtner) und Violoncello (Theresa Sonner – L.: Márta Tekula). Das Spektrum reichte von „Groovy Goofy“ (Komponist: J. Zeller) über F. Schuberts „Galopp“ bis hin zum ersten Satz aus L. v. Beethovens Mondscheinsonate. Alle Vortragenden zeigten große Musikalität und Spielfreude, wodurch einiger kleiner Tonübertragungs-Probleme zum Trotz ein stimmiges Konzert entstand. Zudem dürfte die Nervosität beim einen oder anderen Schüler beim Vorspielen im eigenen Wohnzimmer anstatt auf einer Bühne, etwas geringer gewesen sein, was sich natürlich positiv auf den eigenen Vortrag auswirkt. Auch wenn zu hoffen bleibt, dass bald auch wieder Live-Schülervorspiele stattfinden können, werden daher die Online-Konzerte vermutlich auch in Zukunft eine sinnvolle Ergänzung der Musik-Netz-Veranstaltungen sein.

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Erstes Online-Vorspiel am 12.03.2021

Die Corona-Krise und der Lockdown haben auch für einigen frischen Wind und neue Kreativität gesorgt: So hat sich gezeigt, dass nicht nur Instrumentalunterricht über Video-Plattformen wie Zoom möglich ist, sondern sogar Schülervorspiele! Ein solches hatte nun unter der Organisation von Alexander Schlegel am 12.03.2021 seine Premiere am Musik-Netz und fand bei allen Beteiligten sowie dem ebenfalls per Zoom zugeschalteten Publikum guten Anklang. Die 8 Schüler aus den Klassen von Alexander Schlegel und Ney Fernandes Militao boten ein abwechslungsreiches Programm auf Gitarre, Klavier und Akkordeon. Die Freude vonseiten der Schüler über diese Gelegenheit, die Ergebnisse des eigenen Übens auf diese Art präsentieren zu können war groß, in Zukunft dürften noch häufiger Vorspiele in diesem Format die Musik-Netz-Veranstaltungen bereichern.

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Gottesackergasse 1
85072 Eichstätt

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Telefax 08421-6602

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Márta Tekula, 2. Vorsitzende

Lydia Tyrakowski-Cebulla, Kassierin

Alena Gschwandtner, Schriftführerin

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Alexander Schlegel, Beisitzer

Inhaltlich verantwortlich nach §5 TMG:

Alena Gschwandtner

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Sonderangebot für Studierende

Neben den Studium ein Instrument erlernen? Eine gute Gelegenheit! Das Musik-Netz unterstützt alle Studierenden mit dem 10-er-Karten-Angebot:

Du erhältst (gegen Vorlage eines gültigen Studentenausweises!) 10 Unterrichtseinheiten á 30 Minuten für 270 € bzw. á 45 Minuten für 405 € und sparst 10 bzw. 20 % gegenüber unserem regulären Einzelstundenpreis.

Weitere Vorteile:

  • keine monatliche Gebühr – nur gehaltene Stunden werden bezahlt!
  • Abwesenheit in den Semesterferien ist kein Problem, die Karten gelten für 6 Monate.
  • jeder Unterricht kann flexibel mit der Lehrkraft vereinbart werden – wann und so oft es dir passt!

Anmeldeformular

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Maria Gabler

Querflöte

Wusstest Du, dass die Querflöte zu den Holzblasinstrumenten gehört? Der Unterschied zur Längsflöte ist die Art und Weise wie man den Ton erzeugt.
Wenn dich die Flöte genauso fasziniert wie mich, dann bin ich die richtige Person für dich. Mich begleiten die Flöten schon seit meinen Kindertagen und haben mich seitdem auch nicht mehr losgelassen. Ich bin ausgebildete Musikpädagogin, Theaterpädagogin, Musikwissenschaftlerin und aktuell Referendarin für Mittelschullehramt im ersten Jahr. Studiert habe ich u.a. an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Zu meinem Fächerverbund gehört u.a. Musik mit dem Instrument Querflöte, in dem ich auch das 1. Staatsexamen abgelegt habe.
Ich würde mich freuen, wenn wir uns gemeinsam in die Welt der Flöten begeben!

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Hausmusikabend 2020

        

 

 

 

 

 

 

 

Das Musik-Netz bietet seit je her Musikunterricht für Menschen aller Altersstufen an. Und so erfüllt sich dort eine gar nicht geringe Anzahl an Erwachsenen den Traum vom eigenen aktiven Musizieren, sei es durch das Erlernen eines Instrumentes oder Gesangsunterricht. Die Hemmschwelle, vor anderen Menschen zu musizieren, ist bei erwachsenen Schülern meist höher als bei Kindern, gleichzeitig stellt das Vorspielen aber einen wichtigen Teil des Musiklernens dar. Aus diesem Grund bietet das Musik-Netz mit dem alljährlichen sogenannten Hausmusikabend allen, die erst als Erwachsene mit dem Musikunterricht angefangen haben bzw. wieder eingestiegen sind, die Gelegenheit zur Präsentation ihrer Lernerfolge in einem geschützten Rahmen – Zuhörer sind nur die jeweiligen Lehrkräfte und die anderen erwachsenen Schüler, also Menschen die genau wissen, welche Hürden man als Erwachsener oft überwinden muss, bis das Musizieren zur eigenen Zufriedenheit gelingt, sowie ausgewählte Angehörige oder Freunde. Der diesjährige Hausmusikabend war allerdings ein ganz besonderer: Zum einen fand er erstmals im Foyer des Alten Stadttheaters Eichstätt anstatt im Musik-Netz statt, so konnten die derzeit vorgeschriebenen Abstandsregeln bestens eingehalten werden. Zum anderen war es für das Musik-Netz die erste Veranstaltung seit Beginn der Corona-Krise und die Freude und Erleichterung, das eigene Musikmachen endlich wieder mit anderen teilen sowie anderen zuhören zu können, war bei allen Beteiligten spürbar.

Carmen Kuch und Alexander Schlegel sorgten am Akkordeon mit „Un poquito cantas“ einem südamerikanischen Volkslied, für einen schwungvollen Auftakt. Es folgte ein buntes Programm, von Barock bis Musical, vom spanisch feurigen Flamenco über bayrisch zünftige Ländler bis zur „Meditation“ war alles geboten. Auch die Mehrzahl der am Musiknetz unterrichteten Fächer war mit Akkordeon, Klavier, Geige, Cello, Gitarre, Gesang und Blockflöte vertreten. Lydia Tyrakowski-Cebulla, welche den Abend initiiert hatte, sorgte mit Gedichten, Texten und Georg Kreislers „Wie kann es sein“ als von ihr selbst gesungener Zugabe für eine einfühlsame und ansprechende Umrahmung. Zum stimmungsvollen Abschluss verteilten sich alle Beteiligten inklusive Publikum im Raum und sangen gemeinsam den Kanon „Abendstille“.

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Jahreskonzert 2019 – Bericht

(weitere Fotos in unserer Galerie)

Tierisch gute Musik beim Jahreskonzert des MUSIK-NETZ

Bei ihrem 17. Jahreskonzert präsentierten die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte des MUSIK-NETZ Eichstätt e.V. eine enorme Vielfalt an Musikstilen, Charakteren und instrumentalen Besetzungen. Dabei zeigten sie wieder einmal viel musikalisches Können und Bühnenpräsenz. Das diesjährige Rahmenthema lautete „Tierisch musikalisch“ – und tatsächlich war von der Küchenschabe bis zur Giraffe ein ganzer „Zoo“ an musikalischen Tieren vertreten.

Zunächst wurden alle Anwesenden herzlich von der 1. Vorsitzenden, Christine Gschwandtner, begrüßt und bei dieser Gelegenheit auch die beiden neuen Lehrkräfte Eugen Götzfried (Gitarre) und Alena Gschwandtner (Violine) offiziell vorgestellt.

Dann übernahm Rita Pesold die Moderation und führte das Publikum fortan informativ und kurzweilig durch das Programm. Sie war es auch, die die musikalische Eröffnung des Konzertes anleitete: Ein 11-köpfiges Ensemble* gab eine Version des mexikanischen Volkslieds „La cucaracha“ (Die Küchenschabe) für Block- und Querflöten, Geige, Cello, Klavier, Akkordeon und Percussion zum Besten. Die Spieler sorgten mit ihrem präzisen Zusammenspiel und ihrer schwungvollen Darbietung schon für den ersten Ohrwurm des Abends.

Im zweiten Beitrag hatten die Jüngsten ihren großen Auftritt: Die Tanzgruppe** der Musikalischen Früherziehung unter der Leitung von Rivka Frank führte zu Antonio Vivaldis „Frühling“ eine Performance mit bunten Chiffon-Tüchern auf. Die Kinder zeigten keine Spur von Lampenfieber und ernteten für ihre pfiffige Aufführung großen Applaus.

Dann sorgten Luisa Böhm, Theresa und Anna Sonner (unterstützt von Márta Tekula, Alena Gschwandtner und Jana Schindler) an Geige, Cello und Klavier für idyllische „Morgenstimmung“. Mit großem atmosphärischem Gespür und sehr harmonischem Zusammenspiel bezauberten sie das Publikum mit Edvard Griegs bekanntem Stück aus der „Peer-Gynt-Suite“.

Flott ging es zu beim nächsten Beitrag: Magdalena Enhuber am Klavier spielte gemeinsam mit ihrer Lehrerin Jana Schindler „Die schnellste Maus von Mexiko“, und zeigte flinke Finger bei dem Stück, das seinem Namen alle Ehre machte.

Einen Schmetterling (Le Papillon) ließ Gloria Deckwer an der Sopranblockflöte durch den Saal flattern, begleitet wurde sie dabei von ihrem Vater Klaus König (Klavier) und Márta Tekula (Cello). Die Schülerin von Lydia Tyrakowski interpretierte die barocke Komposition von Louis de Caix d’Hervelois souverän, mit Geläufigkeit in den schnellen Passagen und guter Intonation.

Dann ließ Carina Bahr am Klavier die Affen tanzen: L. Bowmans „Twelve Monkeys Rag“ spielte sie so rhythmisch exakt und schwungvoll,auch mehrere Tempowechsel bewältigte sie sehr souverän, dass dies vom Publikum völlig berechtigt mit tosendem Applaus belohnt wurde.

Ebenfalls groovig, allerdings etwas gemütlicher, ging es darauf beim „Giraffenblues“ zu, den Sophia Jägle und Christin Pfefferle mit ihren Altblockflöten spielten. Die beiden Schülerinnen von Rita Pesold überzeugten durch intonationsreines Zusammenspiel und „giraffenstarke“ Coolness.

Luisa Böhm (Geige) spielte als nächstes den 2.Satz aus dem Concertino in h-moll von Oskar Rieding, ein ruhiges, wiegendes Stück im 6/8 Takt, welches sie schön sauber intonierte und musikalisch einfühlsam gestaltete. Begleitet wurde sie dabei von Christine Gschwandtner am Klavier.

Deren Schülerin Anastasia Sperling regte anschließend mit ihrer gefühlvollen Interpretation des Piano-Popsongs „Questions“ (Michael Schütz) zum Nachdenken an, z.B. über die nach wie vor offenen Fragen: „Woher kommt eigentlich die Musik? Warum musizieren wir?…“ welche die Moderatorin zuvor in den Raum gestellt hatte.

Für zarte Töne sorgten dann die beiden folgenden Beiträge der Gitarrenschüler. Allen Antonjam zupfte mit „A Toy“ von Francis Cutting (1550-1603) die wohl älteste Komposition dieses Abends, sein präzises und sauberes Spiel war nach Schließen des Fensters zur Straße erfreulicherweise auch besser zu hören.

Stilistisch ähnlich und ebenso schön gespielt war „Wilson’s Wilde“, ein Stück eines anonymen Komponisten, welches Raul Schuster im Anschluss zum Besten gab.

Dann legte Johannes Roppelt (Geige) im Duett mit seiner Lehrerin eine furiose Version von „La Rejouissance“ aus Georg Friedrich Händels „Feuerwerksmusik“ hin und überzeugte durch gute Intonation und quicklebendiges Spiel.

Es folgten wieder zwei Beiträge von Gitarristen:                                               Das Menuett von Robert De Visée (1650-1725) interpretierte Max Sedlacek so stilsicher wie klangschön.

Yamen Shamma aus Syrien, der seit etwa 3 Jahren in Deutschland lebt, präsentierte anschließend seine eigene Komposition „El árabe enamorado“ („Der verliebte Araber“), eine hochinteressante Mischung aus orientalischer und spanisch-südamerikanischer Gitarrenmusik, die dem Publikum mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Dann wurde es wieder tierisch: „Immer nur brüten“ und „Tick, tick, tick“ hieß es bei der Blockflöten- und Gesangsgruppe*** von Lydia Tyrakowski-Cebulla, welche diese beiden Stücke aus Rolf Zuckowskis „Vogelhochzeit“ spielte. Die jungen Ensemblemusiker intonierten blitzsauber und erzählten auf bezaubernde Weise die Geschichte der Vogelmutter, die beim langen Brüten sehnsüchtig das Schlüpfen ihres Kindes erwartet und des Kükens im Ei, das so gerne etwas sehen möchte und immer vehementer an der Eierschale pickt (musikalisch dargestellt durch Claves-Schläge). Helena Löwe, ebenfalls eine Schülerin, begleitete das Ganze am Klavier.

Als Ludwig von Beethoven finanziell mal wieder so richtig „auf den Hund gekommen“ war, komponierte er kurze Klavierstücke, in der Hoffnung dass diese schnell verlegt und verkauft werden könnten. Die erste (und wohl auch bekannteste) dieser sogenannten „Bagatellen“ spielte Jasper Roscher im nächsten Beitrag so fehlerfrei wie musikalisch.

Dann wurde es etwas lauter: Nach einem kurzen Soundcheck überzeugte Rayan Bekkouche-de Monfort am Schlagzeug beim „Rock Playalong“ durch seine rhythmische Genauigkeit und Ausdauer und riss das Publikum begeistert mit.

Eine stimmlich in allen Registern sehr schön gesungene Version von „Memory“ aus dem Musical „Cats“ (Andrew Lloyd Webber) lieferte im Anschluss Sina Strasser, begleitet am Klavier von Alexander Schlegel.

Dessen Schüler Benedikt Harzer wiederum beeindruckte im vorletzten Beitrag mit dem Prelude in G-Moll von Sergej Rachmaninoff, welches er trotz der enormen technischen Ansprüche des Stückes souverän meisterte und die Zuhörer die Musik genießen ließ.

Den krönenden Abschluss des Konzerts bildete eine eher lässige Version von „O when the Saints“, gespielt von einer Band aus Franzi Appelt und Maxi Jost an der Gitarre, Lukas Meyerle am Schlagzeug und Gitarrenlehrer Ney Fernandes Militao am Akustikbass und entließ das Publikum damit ganz entspannt in den Abend.

*Zur besseren Leserlichkeit sind die einzelnen Teilnehmer der Ensembles hier aufgelistet:

La cucaracha: Querflöte: Lisa Schober; Blockflöte: Sophia Jägle, Emilie Kriegl; Violine: Alina Konschu, Marina Stark, Johannes Roppelt; Klavier: Sebastian Bleitzhofer

**MFE-Tanzgruppe: David Bamberger, Pauline Kriegl, Marie Mayer, Maximilian Meinhardt, Ida Müller, Mareike Naporra, Amelie Pauli, Paula Schneider

*** Blockflöten und Gesangsensemble: Blockflöten: Magdalena Beck, Josefine Gade, Emilie Gierczak, Elena Kaffka, Jeremias Ringnagel, Anja Sperling; Gesang: Anna Borasch, Klara Feix, Eva Hansen; Klavier: Helena Löwe

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Paul Winkelgrund

Violine, Eltern-Kind-Kurse, Musikalische Früherziehung

2015 Bachelor Abschluss: Violine/Viola mit dem                                                     Paul Dictus                Schwerpunkt Instrumentalpädagogik am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück

2018 Staatlich geprüfter Musiklehrer im Fach „Musikalische Früherziehung“ am Peter-Cornelius-Konservatorium der Stadt Mainz

In meiner siebenjährigen Tätigkeit als Geigenlehrer an der städtischen Musik-und Kunstschule Osnabrück, sowie an der Privaten Musikschule Laubenheim konnte ich wertvolle Erfahrungen im Unterrichten verschiedener Altersgruppen sammeln. Am Willigis-Gymnasium der Stadt Mainz begleitete ich zudem junge Streicher bei ihrer Vorbereitung auf das Orchesterspiel.

Aus meiner Erfahrung als Lehrer für musikalische Früherziehung kann ich sagen, dass jedem Menschen schon von Geburt an die Fähigkeit zum Musik machen gegeben ist. Aber auch im hohen Alter lässt sich das Musizieren noch erlernen.

Als Orchester-und Ensemblemitglied wirkte ich unter anderem bei Einspielungen des kurdischen Komponisten Brahim Shexo, im Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen, beim „Jazz Festival“ Osnabrück, sowie an der Osnabrücker Musicalproduktion „Spring Awakening“ in der Sommerspielzeit 2012 mit.

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Über uns

Musik für alle

Der Name MUSIKNETZ EICHSTÄTT e.V. steht für ein zukunftsorientiertes Konzept, das Musik als Weg der persönlichen Entwicklung und der Lebenshilfe versteht und vermittelt.

In den vergangenen 17 Jahren hat sich die Musikschule MUSIKNETZ EICHSTÄTT e.V. einem breit gefächerten gesellschaftlichen Klientel geöffnet und damit ein zeitgemäßes Profil entwickelt. So wurde beispielsweise Integration und Inklusion im MUSIK-NETZ EICHSTÄTT e.V. immer selbstverständlich praktiziert, da sich der Einsatz von Musik hervorragend dazu eignet, die Menschen unabhängig von Alter, Sprache und persönlichen Besonderheiten zu fördern und zusammenzuführen.

Gemäß seines Namens leistet das MUSIK-NETZ auch einen wesentlichen Beitrag zur Vernetzung und Förderung von sozialem Miteinander. Die Kultivierung von “selbstgemachter” Musik ist heutzutage wertvoller denn je und bietet vielfältige Möglichkeiten der Begegnung.

Musikunterricht mit Qualität

Das MUSIK-NETZ EICHSTÄTT e.V. ist eines von 82 bayerischen Musikinstituten, das offiziell vom Staat anerkannt und gefördert wird. Voraussetzung dafür ist, das alle Lehrkräfte das Qualitätszertifikat des Tonkünstlerverbands (TKV) Bayern erwerben. Dieses weist die musikpädagogische Befähigung und die Voraussetzungen für einen qualitativ hervorragenden Musikunterricht im jeweiligen Instrument aus und wird neben dem TKV auch vom Bayerischen Sing- und Musikschulverband (VBSM) unterzeichnet.

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Alena Winkelgrund

Violine, Viola

2003 – 2011 Geigen- und Bratschenunterricht am Gabrieli-Gymnasium Eichstätt und privat

2013 Staatlich geprüfte Ensemble-/ Chorleiterin, Berufsfachschule für Musik Dinkelsbühl

2017 Bachelor of Arts Instrumentalpädagogik mit Hauptfach Viola, Institut für Musik der Hochschule Osnabrück

2019 Künstlerische Reifeprüfung Viola am  Peter-Cornelius-Konservatorium Mainz

Meisterkurse und Fortbildungen: Viola bei Jürgen Kussmaul, Karin Wolf, Claudia Bussian; Andreas Burzik (Üben im Flow, Lampenfieber), Eva Märtsson (Auftrittstraining)

Ensembles: u.a. Orchesterakademie des Osnabrücker Sinfonieorchesters, Junges Philharmonisches Orchester Niedersachsen, Kammermusikensemble Mainz-Laubenheim, Lambertus-Consort Treuchtlingen, Uni-Orchester Eichstätt

Unterrichtstätigkeit als private Geigen- und Bratschenlehrerin seit 2014, Schüler im Alter von 5 bis 65 Jahren, seit 2018 am Musik-Netz-Eichstätt

„Jeder Mensch ist anders – deshalb ist die individuelle Ausrichtung meines Unterrichtes nach dem Alter, der musikalischen Vorerfahrung und körperlichen Konstitution, Bedürfnissen, persönlichen Zielen auf dem Instrument, musikalischen Vorlieben und dem Lerntempo jedes einzelnen Schülers mein wichtigster Grundsatz.“

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Márta Tekula

Violoncello

LA/MA/BA, angehendes Montessori Diplom

Lehramt Englisch/Ungarisch für die Sekundarstufe I/Englische Literaturwissenschaft und Sprachlehrmethodik/Erwachsenenbildung/Pädagogik

Schwerpunkte: Familienbildung, Literatur und Musik, ganzheitliche frühkindliche Förderung, Lernförderung, Theaterpädagogik, Kammermusik, geistliche Musik, Lobpreismusik

16 Jahre Musikschulerfahrung: Violoncellounterricht, Harmonielehre, Musikgeschichte, Orchester und Chor

Mitglied des Universitätsorchesters der Lorand-Eötvös-Universität Budapest, das von klassischer bis zu moderner Musik ein großes Repertoire hat und mit weltberühmten Korrepetitoren arbeitet. Mitglied des Tomás Luis de Victoria Kammerchors Budapest.

Eichstätt: Erfahrungen mit musikalischer Früherziehung, Ensemblespiel und Gesang. Seit 2012 Cellounterricht, seit 2014 im MUSIK-NETZ EICHSTÄTT.

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Zuhause kann überall sein

Zuhause kann überall sein

Musiknetz-Schüler musizieren mit Kindern aus Maria Ward

Im Rahmen des Musiktages, den der Deutsche Musikrat dieses Jahr unter das Thema „Willkommen in Deutschland – Musik macht Heimat“ gestellt hat, fand im Musiknetz Eichstätt e.V. ein ganz besonderes Konzert statt. Als Gäste kam rund ein Dutzend Kinder aus der Erstaufnahmeeinrichtung Maria Ward, zusammen mit ihren Betreuerinnen vom Maltheser Hilfsdienst.

Zuhause kann überall sein“ hieß die Geschichte aus dem gleichnamigen Bilderbuch von Irena Kobald und Freya Blackwood. Carolin Kissling hatte dazu mit Klavier-, Trommel-, Block- und Querflöten Schülern sowie den Kindern der Musikalischen Früherziehung eine musikalische Gestaltung entworfen, in die alle Anwesenden problemlos eingebunden werden konnten. Die geschickte Auswahl der Lieder, in Zusammenarbeit mit den Betreuerinnen der Flüchtlingskinder im Vorfeld, räumte Hemmungen und Hindernisse spielend aus dem Weg. Zum besseren Verständnis wurden die Bilder aus dem Buch auf eine Leinwand vergrößert.

In der Geschichte geht es um ein Mädchen aus dem Ausland, das nach Deutschland kommt und am Anfang sehr unsicher ist und sich nicht wohl fühlt. Alles ist so fremd. Die vertrauten Worte und Geräusche ihrer Heimat sind wie eine schützende Decke, in die sie sich am liebsten verkriechen möchte. Doch nach und nach hilft ihr die Freundschaft mit einem deutschen Kind, sich aus den fremden Wörtern und Klängen eine neue „Decke“ zu weben, die ihr bald ebenso vertraut ist, wie die alte.

Nach der Aufführung bekamen alle fremden Kinder von den Kindern aus dem Musiknetz eine echte Kuscheldecke zur Erinnerung überreicht, für die sich dankenswerterweise ein privater Sponsor gefunden hatte.

Lydia Tyrakowski-Cebulla

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Daniel Schächer

Schlagzeugpädagoge für Rock/Pop/Jazz

 

Ich habe schon immer als Kind auf Töpfen und allerlei Dingen welche die Küche so hergab getrommelt.

Mit 11 Jahre begann ich Unterricht zu nehmen, zudem spielte ich im Rothmboom-Orchester unter der Leitung von Erik Scheffel mit.

Im Lauf der Zeit konnte ich in mehreren Studios Erfahrungen sammeln und in einigen Bands tätig sein.

In Nürnberg habe ich dann an der Berufsfachschule für Musik „Musication“ Rock/Pop/Jazz-Schlagzeug studiert.

Mittlerweile gebe ich seit über zwei Jahren Schlagzeugunterricht.

2014 nahm ich mit meiner Band „No Disgrace“eine CD im Tonstudio Brickhouse auf.

Was mir sehr wichtig ist: Übung macht den Meister, aber der Spaß am Spielen soll nicht fehlen. Denn Schlagzeug spielen hat immer was mit Leidenschaft zu tun!

 

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Schnupperangebot / Sonderangebot

Musikunterricht für Kurz-Entschlossene:

Sonderangebot – Sie sparen 68,00 Euro!

Voraussetzung: Sie/Ihr Kind sind neu im Fach ! Der Unterricht beginnt ab Mai.*

Dauer der Unterrichts: Von Mai bis Juli kann Instrumental- und Gesangsunterricht für einen, zwei oder alle drei Monate gebucht werden, und zwar zum normalen Monatsratenpreis. Keine Gebühr im August!

Anmeldung unter info@musik-netz-eichstaett.de, unter Telefon 08421-935887 (Sprechen Sie außerhalb der Bürozeiten bitte auf den Anrufbeantworter!)

*Das Angebot gilt nur soweit ein Platz im gewünschten Fach frei ist. Ein Anspruch darauf besteht nicht.

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Singen für Erwachsene / Stimme und Bewegung

mit Lydia Tyrakowski-Cebulla

„Die Stimme ist unser ureigenstes Instrument. Sie ist fest mit unserer Persönlichkeit verbunden, sie drückt alle unsere Stimmungen aus. Sie ist – wie Alfred Wolfsohn sagte – „der Muskel der Seele“. Singen macht Freude, Singen löst, befreit und weckt Potenziale in uns. Einzelgesangsunterricht für Jugendliche, Erwachsene und Senioren können Sie jederzeit in einer kostenlosen Schnupperstunde bei mit testen.“

Singen für Erwachsene / Stimme und Bewegung

Kurs (8 mal) für Erwachsene mit Lust zum gemeinsamen Tönen, Improvisieren und Singen von bekannten und neuen Liedern. (Notenkenntnisse nicht erforderlich !). Erholsame Atem- und Körperübungen öffnen die Stimme und die Sinne. Wir hören und spüren unseren eigenen Klang und finden so eigene Begleit-Harmonien zu Klang der anderen …

Bequeme Kleidung und Wollsocken, evtl. eine Decke mitbringen. Tee gibt es gratis.

Kurs mit Lydia Tyrakowski-Cebulla, Staatlich anerkannte Musiklehrerin, Zertifikat EMP, Zusatzausbildung mit Zertifikat für Stimme und Bewegung am Centre Artistique International Roy Hart/Frankreich

 

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VEEH-HARFE© im MUSIK NETZ EICHSTÄTT e.V.

Lehrkraft: Christine Köhnlein

Die Veeh-Harfe© ist ein zart klingendes Saiteninstrument, das leicht zu erlernen ist. Ohne mühsames Noten-Lernen ist es Jedermann in kürzester Zeit möglich, mit Hilfe eines Notenverlaufsblattes eine große Auswahl an Stücken erklingen zu lassen. Die schon bald eintretenden Erfolgserlebnisse versprechen Spaß und inspirierende Musizierstunden – auch und besonders in der Gruppe! Probieren Sie’s doch mal aus!

Ob Kinder, Senioren, Erwachsene, auch Menschen mit Behinderungen: Jede(r) der Freude hat am unkomplizierten, gemeinsamen Musizieren ist  herzlich willkommen!

info@musik-netz-eichstaett.de

Tel. 08421-935887 oder 09143/9579406

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Musikalische Früherziehung (MFE)

Lehrkraft: Paul Winkelgrund

Aktuelle Kurstermine:

Donnerstag

14:30 – 15:00: Eltern-Kind-Kurs für 2 – 3 -Jährige

15:15 – 16:00: Musikalische Früherziehung II für 4 – 5-Jährige (aktuell keine Plätze frei)

16:15 – 17:00: Musikalische Früherziehung I für 4 – 5-Jährige

Vorankündigung:

Ab September 2022 startet ein neuer Baby-Musikkurs für Eltern mit Kindern ab 6 Monate. Termin voraussichtlich: Freitag 10:00 – 10:30.

Bitte für alle Kurse direkt beim Kursleiter anmelden!

Anmeldung bei Paul Winkelgrund: Tel. 01575 -3695875, Mail: dictus@gmx.de

 

Was ist Musikalische Früherziehung? „Ist unser Kind begabt?“ Wohl alle Eltern stellen sich diese Frage in der einen oder anderen Form. In der Früherziehung geht es um eine vielseitige Ansprache und Förderung der Kinder im musikalischen und tänzerischen Bereich. In spielerischer Form und mit einem breiten thematischen Ansatz soll es gelingen, jedem Kind einen Zugang zum Erlebnis Musik zu verschaffen. Es findet Anregung, Orientierung und lernt, seine Interessen zu formulieren. Zu den Themenkreisen des Unterrichts gehören Singen und Gehörbildung, Sprechen, freie und rhythmisch gebundene Bewegung (Körperwahrnehmung und Tanz), Kennenlernen der Instrumente, Musik Hören, Spielen mit dem Orff-Instrumentarium (Klanggestaltung und Rhythmuserfahrung), szenische Gestaltung von Musikstücken, Malen zur Musik, Grundbegriffe der Musiklehre… Was Musikalische Früherziehung nicht sein will: Nur eine Art  „Vor“-Bereitung auf den „richtigen“ Unterricht. Deshalb wird Ihr Kind am Ende des Schuljahres zwar nicht die Tonleiter aufsagen können, aber dennoch zu einer eigenen Vorstellung von Musik-Lernen gekommen sein. Der elementare Ansatz erfasst vielmehr den ganzen Menschen mit Erlebnis und Erfahrung, jedes musikalische Tun ist voll gültig und lässt den Weg offen für die verschiedenen Neigungen der Kinder.
„Eltern-machen-mit“-Stunden sind immer wieder fest eingeplant und ermöglichen einen tieferen Einblick in die Inhalte des Unterrichts und in unsere Arbeitsweise. Der Unterricht beginnt im September oder Oktober und läuft nach dem Rhythmus des Schuljahres. Wir unterscheiden MFE I (ab 4 Jahren) und MFE II (ab ca. 5 ½ Jahren). Das zweite Jahr baut auf das erste auf, kann aber auch nur für sich allein belegt werden. Die Gruppenstärke beträgt in der Regel 8 – 10 Kinder. Die Laufzeit der Kurse wird in der ersten Stunde festgelegt. Die Anmeldung wird erst mit der Gruppeneinteilung gültig.

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Festrede zum 10-jährigen Jubiläum

Prof. Dr. Peter Brünger

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Professur für Musikpädagogik und Musikdidaktik

 

 

Musikschule – Brücke zwischen Mensch und Musik

 

Meine Damen und Herren,

 

Musikschulen gehören zu den bedeutenden Institutionen außerschulischer musikalischer Bildung. Sie definieren sich als pädagogische Bildungsinstitution mit dem Ziel, auf breiter Basis die musikalischen Fähigkeiten von Kindern, Jugendlichen, aber auch Erwachsenen zu wecken und zu fördern. Entsprechend der ursprünglichen Bedeutung des Wortes Pädagogik, die im alten Griechenland den Knabenführer meinte, der das Kind aus dem Elternhaus in die Schule und von dort zurück nach Hause geleitete, besitzen die Lehrkräften einer Musikschule eine Brückenfunktion zwischen den Menschen und der Musik. Einen Brückenpfeiler bilden demnach die Musikinteressierten,  deren eigener Wunsch es ist, ein Instrument zu erlernen, die eigene Stimme als Ausdrucksmedium zu entdecken und zu schulen, mit Anderen gemeinsam im Ensemble zu musizieren, sich in musiktheoretischen Fragen zu bilden oder – und hier spreche ich eine Besonderheit des Eichstätter Musiknetzes an – mit Hilfe eines fachlich fundierten musiktherapeutischen Angebots Körper und Seele in Einklang zu bringen. Den gegenüberliegenden Pfeiler bildet die Musik als Ausdrucksmedium und Kulturgut. Beide Brückenpfeiler sind Sinnbild der Doppelseitigkeit allen Lernens, in unserem Fall des musikalischen Lernens: Musikschüler setzen sich mit der Welt der Musik auseinander: mit einem Lied, einem Tanz, einem Musikstück; gleichzeitig entdecken, entwickeln und differenzieren sie ihre eigenen musikalischen Fähigkeiten: die Fähigkeit zu singen, spielen, tanzen, über Musik zu reflektieren.

 

Entsprechend den Komponenten diese Geflechts von erstens den Menschen, die das musikpädagogische Angebot einer Musikschule in Anspruch nehmen, zweitens der Musik als zentralem Medium musikalischen Lernens und drittens den Lehrpersonen, die als Brückenbauer, d.h. als Vermittler zwischen beiden fungieren, möchte ich meinen kurzen Vortrag gliedern, d.h. mich mit den Menschen, der Musik und den Lehrpersonen beschäftigen.

 

Ich beginne also mit der Frage nach denjenigen, die eine Musikschule besuchen und nehme zunächst deren musikalische Voraussetzungen in den Blick. Musikalische Fähigkeiten sind einerseits das Ergebnis von genetischen Anlagen, die wir Menschen von Geburt an in uns tragen und andererseits den Einflüssen der Umwelt, der Familie, dem Kindergarten, der Musikschule und der allgemein bildender Schule, aber auch den Einflüssen de Medien. Sie gemeinsam bilden die individuelle Motivation und das Potenzial, Musik erleben und verstehen zu wollen, sich musikalisch mit Stimme, Instrument und Körper ausdrücken, generell: sich mit Musik auseinanderzusetzen zu wollen und zu können.

 

In unserer Alltagssprache verwenden wir oft den Begriff der musikalischen Begabung zur Bezeichnung von Menschen, die überdurchschnittliches musikalisches Talent besitzen. Wir Pädagogen versuchen diesen eher unklaren Begriff der musikalischen Begabung, über den auch in der Wissenschaft keine einheitliche Meinung herrscht,  zu vermeiden, weil er Menschen nach Kategorien einteilt, deren Trennschärfe zweifelhaft ist, vor allem aber, weil er suggeriert, dass es Menschen ohne jede musikalische Begabung gibt. Tatsächlich aber gibt es keine völlig unmusikalischen Menschen, genauso wenig, wie es keine unintelligenten Menschen gibt. Jeder Mensch besitzt ausbildungsfähige und ausbildungswürdige musikalische Potenziale, so wie jeder Mensch auch Intelligenz und geistige Fähigkeiten besitzt.

 

Ein Beispiel, über das in wissenschaftlichen Publikationen vielfach berichtet wurde, ist der inzwischen berühmt gewordene Fall des Mädchens Samantha: Samantha ist schwer autistisch gestört und geistig behindert und hat keinerlei sprachliche Kompetenz erworben. Wer hätte erwartet, dass dieses Mädchen ein intensives Verhältnis zur Musik besitzt! Samantha kann Lieder singen, aber nicht sprechen. Nur in ihren eigenen Gesängen gibt sie sprachähnliche Laute von sich. Kann man Samanthas Umgang mit der Musik in Kategorien von begabt oder unbegabt erfassen? Ist Samantha unmusikalisch? Könnte Samantha von dem Besuch einer Musikschule persönlich profitieren? Ja, sie könnte, wenn sie an eine Lehrkraft geraten würde, die sie dort abholt, wo sie sich mit ihren musikalischen Fähigkeiten befindet und die sie von hieraus auf ihrem weiteren Weg zur Musik begleitet.

 

Meine Damen und Herren,

 

die Voraussetzungen für musikalisches Lernen manifestieren sich in vier Grundfähigkeiten, sich 1. zur Musik bewegen zu können und sich von Musik innerlich bewegen zu lassen, sich 2. mit Stimme, Instrument und Körperbewegung auszudrücken, 3. seine musikalische Umwelt und sich selbst wahrnehmen zu können sowie 4. mit anderen Menschen im Medium der Musik kommunizieren, d.h. gemeinsam musizieren zu können. Diese Fähigkeiten der Bewegung, des Ausdrucks, der Wahrnehmung und der Kommunikation, ohne die einerseits menschliches Leben undenkbar ist und die gleichzeitig Voraussetzung für jegliches musikalisches Erleben und Handeln sind, werden in der Musikschule durch die Arbeit an Stimme und Instrument, durch das emotionale Erleben der Musik sowie im musikalischen Zusammenspiel mit anderen individuell und kontinuierlich gefördert und differenziert. Dabei bezeichnet der Begriff der Förderung analog zum Bergbau den Prozess der Entdeckung und Entfaltung des musikalischen Potenzials. Die Förderung musikalischer Fähigkeiten ist nicht nur für künftige Berufsmusiker wichtig, sondern für alle Menschen, die Freude an der Musik und am praktischen Musizieren haben. Das bedeutet: Eine Musikschule leistet zunächst einmal musikalische Breitenarbeit. Darüber hinaus muss sie bereit sein, Menschen mit überdurchschnittlichen musikalischen Dispositionen individuell zu fördern.

 

Zu fragen ist nun, in welchem Alter die musikalische Arbeit, d.h. der Besuch einer Musikschule beginnen sollte? Wie für alles Lernen, so gibt es auch für den Erwerb musikalischer Fähigkeiten so genannte sensible Phasen. In Bezug auf musikalisches Lernen besteht Einigkeit, dass Frühförderung in der Vor- und Grundschulzeit für die Gesamtentwicklung der Persönlichkeit besonders prägend ist und zu nachhaltigen Ergebnissen für instrumentales und vokales Lernen führt.

Kurz gesagt: Je früher die Förderung einsetzt, umso besser. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass der alte Satz „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ ein Mythos ist. Wie sonst ließe sich erklären, dass viele Erwachsene, wenn auch nicht mehr in höchster Perfektion, so doch subjektiv gewinnbringend mit dem Instrumentalspiel beginnen. Indem sie durch musikalische Betätigung die Dimensionen der Musik in ihrer Tiefe und Breite für sich erfahrbar machen, bringen sie nicht selten an sich selbst ganz neue Saiten zum Schwingen, erfahren einen positiven Kontrast zum alltäglichen Berufsleben und genießen auf bisher ungeahnte Weise eine Bereicherung durch Musikkultur.

 

Werfen wir einen Blick auf den zweiten Brückenpfeiler, die Musik. Die Gestalt einer Musik entfaltet sich in der Zeit (durch Metrum, Takt und Rhythmus) und im Klangraum (durch Melodie, Harmonie und Klangfarbe). Diese auch als gestaltete Zeit zu bezeichnende Musik, die sich als Spannung bzw. Balance zwischen den Polen Stimulierung und Strukturierung, Entgrenzung und Grenzsetzung, Emotionalität und Rationalität entfaltet, wird in besonderer Weise für den Musizierenden beim Instrumentalspiel, Singen und Tanzen wahrnehmbar. Die Stimmigkeit der Musik, d.h. die Angemessenheit des eigenen Musizierens hinsichtlich der musikalischen Vorlage, diese Stimmigkeit, die nach vielen Wiederholungen  zunehmend als die eigene erfahren wird, ruft Wohlbefinden, Freude und Spaß an der Sache hervor. Konkret: Um sich durch Musik ausdrücken zu können, muss der Gitarrist, der Schlagzeuger, der Pianist die Struktur und Gliederung der Musik wahrnehmen und im Verlaufe seines Musizierens die eigene Spieltechnik und -motorik der Musik anpassen. Wenn es bei diesem komplexen Zusammenspiel sensomotorischer Funktionen und ästhetischer Gestaltungsversuche nach vielen Wiederholungen gelingt, die der Musik immanenten Ausdrucksgestalten mit den eigenen individuellen Ausdruckswünschen in Einklang zu bringen, dann stellt sich unter Umständen ein, was die Psychologen mit Flow-Erlebnis und die Musikpädagogen als „Lust, sich musikalisch auszudrücken“ bezeichnen, das Gefühl, das die Zeit aufgehoben ist und das Stück sich selbst spielt.

 

Eine Reduzierung des Brückenpfeilers Musik auf die Frage des musikalischen Materials bliebe selbstverständlich nur an der Oberfläche dessen, was Musik für den Menschen bedeuten und was durch die Musikschule vermittelt werden kann. In dem Maße, in dem der technische Umgang mit Stimme, Instrument und Körper selbstverständlicher und differenzierter wird und früher oder später die Literaturphase der „Kleine(n) Stücke Großer Meister“ hinter sich lässt, können sich mehr und mehr die Geheimnisse des musikalischen Kunstwerkes eröffnen. Sie stiften kulturelle Identität und Orientierung, ermöglichen Erlebnisse, Erkenntnisse, Erfahrungen, bieten Lebenshilfe, erzeugen aber auch Provokationen, Anstöße, An- und Aufregungen zur Auseinandersetzung mit der eigenen Person und mit den Dingen der Welt. Sie vermitteln auf diese Weise geistigen, seelischen und therapeutischen Gewinn und stellen in einer primär rational und auf ökonomische Verwertungszusammenhänge reduzierten Welt wertvolle persönliche Nischen und Rückzugsmöglichkeiten dar. Bei der musikalischen Auseinandersetzung etwa mit Schuberts „Leiermann“ geht es eben nicht nur vordergründig um die notengetreue Wiedergabe dieses letzten Liedes aus Schuberts Winterreise. Es geht um die Entwicklung einer eigenen Haltung gegenüber demjenigen, der mit der Frage „Wunderlicher Alter, soll ich mit dir gehn? Willst zu meinen Liedern deine Leier drehn?“ die Bereitschaft zeigt, sein Leben fortan mit einem Gefährten zu teilen, d.h. sein persönliches Leben zu verändern, Gewohnheiten aufzugeben. Eric Claptons Ballade „Tears in Heaven“, in der er den Tod seines 4jährigen Sohnes verarbeitet, wird für den Musiker nicht einfach nur ein ruhiges, Wärme ausstrahlendes Stück Musik sein, sondern letztlich zur persönlichen emphatischen Auseinandersetzung mit Menschen führen, die einen persönlichen Verlust zu beklagen haben.

 

Meine Damen und Herren,

ich nehme das für meinen Vortrag gewählte Bild der Brücke ein letztes Mal auf und komme schließlich zur tragenden Verbindung zwischen den beiden beschriebenen Pfeilern Mensch und Musik, den Lehrkräften einer Musikschule. So wie die Verstrebungen einer Brücke maßgeblich zu ihrer Statik und Tragfähigkeit beitragen, so entscheidet die Qualität der musikpädagogischen Arbeit der Lehrkräfte über die Frage, wie weit es gelingt, Mensch und Musik gerecht zu werden oder, wie Hartmut von Hentig es ausdrücken würde, den Menschen zu stärken und die Sachen zu klären. Betrachtet man die Spannbreite ihrer Aufgaben, so werden die erheblichen Anforderungen an eine Musikschullehrkraft offensichtlich: Ihr Schülerspektrum reicht vom Vorschulkind, für das sie auf kindgemäße Weise verschiedene Wege zur Musik eröffnen muss, über den  Sechzehnjährigen, dessen Motivation es in der schwierigen Pubertätsphase mit viel Empathie und methodischer Kompetenz zu erhalten gilt, den jungen Erwachsenen, der aufgrund kleiner Fortschritte in seiner instrumentalen Entwicklung ständigen Zuspruch benötigt, bis hin zum Senioren, dem ein musikalisches Angebot unterbreitet werden muss, das seinen speziellen Bedürfnissen entspricht. Es gilt einerseits, dem Musikschüler, der Musik als geliebtes Hobby betreibt, gerecht zu werden, und andererseits verantwortungsbewusst die musikalische Arbeit mit demjenigen zu gestalten, dessen Ziel es ist, Musik zu studieren und eine professionelle Karriere einzuschlagen.

Eine Herausforderung, die allein mit künstlerischer Expertise, musikwissenschaftlich-musiktheoretischer Kompetenz sowie einem gerüttelt Mass an pädagogischem Geschick gemeistert werden kann.

 

Musikschularbeit zeichnet sich durch besondere Formen menschlicher Kommunikation aus: Anders als es dem Musikunterricht der allgemein bildenden Schule möglich ist, kann der Unterricht, vor allem der Einzelunterricht, durch persönliche Ansprache, Verständnis und Wohlwollen, insgesamt durch die Gestaltung eines gedeihlichen Klimas zur individuellen Förderung der Schüler beitragen. UND: eine Musikschule, zumal wenn sie wie das „Musiknetz“ eine überschaubare Größe besitzt, wird sich als Lebensraum verstehen, nicht als Lernmaschinerie, deren Ziel es ist, in Fließbandproduktion einen möglichst großen Schüler-Output zu generieren. Auf diese Weise kann eine Musikschule jedem Schüler  – egal ob Vorschulkind, Schulkind, Jugendlicher, Erwachsener, psychisch belasteter Mensch aufbauend auf den je eigenen biographischen Voraussetzungen Chancen eröffnen, sein Leben selbstbestimmt durch Musik zu bereichern.

 

 

 

Meine Damen und Herren, mein Kollege Christoph Richter fasst zusammen, wozu Musik uns dienlich sein kann:

 

„Menschen brauchen und gebrauchen Musik zum Träumen; um Einsamkeit zu  überspielen – oder im Gegenteil – zu füllen; um ihren Körper zu fühlen  und ihn als Ausdrucksmittel zu benutzen; um Atmosphäre zu schaffen  oder in sie einzutauchen; zum Meditieren, zum Wahrnehmen und Ausleben  von Stimmungen und Gefühlen; für eine bestimmte Art des Denkens und  des Vorstellens; für Versuche, das Spiel ästhetischer Strukturen zu  erleben, zu schaffen und zu verstehen; um Gemeinschaft zu bilden und  zu erleben.“

 

Möge das Musiknetz auch in Zukunft  seinen Beitrag  leisten, um Menschen auf ihrem Weg zur Musik und zu sich selbst zu  begleiten.

 

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit!

 

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Christine Köhnlein

Klavier, Veeh-Harfe

Evangelische Kirchenmusikerin B

Unterrichtet seit 1986 Privatschüler im Fach Klavier. Tätig auch als Chorleiterin, Kinderchorleiterin, Komponistin, Organistin, Continuo-Spielerin.

Durch meine langjährige Unterrichtspraxis am Klavier fühle ich mich dem Instrument inzwischen näher als meinem eigentlichen Hauptfach, der Orgel. Nach längerem Ausprobieren unterschiedlicher Unterrichtsmodelle habe ich inzwischen meine eigene Methode entwickelt. Dabei gehe ich immer von einer optimalen Körperhaltung aus, wobei sich der Spieler mit geeigneten Bewegungabläufen die Klanglichkeit des Klaviers erschließt. Wichtig ist für mich auch, meinen Schülern die Grundbegriffe der Harmonielehre anhand der Spielstücke zu erläutern, damit sie auch verstehen, was in tonalen Kompositionen abläuft. Auf Wusch unterrichte ich auch freies Liedspiel.

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Krabbelmusik

Information zum
Angebot „Krabbelmusik“

Krabbelmusik“ – Was ist das?

Wie wenig wir wissen, erkennen wir, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen.
Aus Amerika

Das Angebot „Krabbelmusik“ richtet sich an Kinder ab ca. 2 oder 3 Jahren, die zusammen mit einem Erwachsenen in die Stunde kommen. Es handelt sich um einen Kurs, der wöchentlich ca. 45 Minuten läuft (im Winterhalbjahr 14 x , im Frühjahr kürzer).

Die Idee der „Krabbelmusik“, die andernorts auch „Musikgarten“ heißt , geht zurück auf die Montessori-Pädagogin Frau Dr. Lore Lutz-Hyge (USA).
Durch die Veränderungen der Familienstrukturen sind  junge Eltern heute vielfach selbst nur als Einzelkind oder mit einem Geschwister aufgewachsen. Deshalb haben sie weniger traditionelle Überlieferungen aus ihrer Familie mitbekommen. Nun haben sie selbst kleine Kinder und stellen fest, dass sie zwar gern mit ihrem Kind singen und spielen würden, jedoch nur wenige Lieder kennen oder überhaupt nur die erste Zeile von allem.
Kleine Menschen sind für ihre gesamte Entwicklung unbedingt darauf angewiesen, dass von Anfang an mit ihnen gesprochen und gelacht, gesungen und getanzt wird. Heute wissen wir durch Studien, dass davon nicht nur die Erziehung profitiert, sondern die Entwicklung der emotionalen Intelligenz entscheidend gefördert wird.

Alle Kinder sind musikalisch. Sie haben die angeborene Fähigkeit zu singen und sich rhythmisch zu bewegen. Je früher wir das Kind an die Musik heranführen, seinem natürlichen Trieb nachkommen, desto nachhaltiger wird es gelingen, die von der Natur gegebene Veranlagung zu wecken und zu entwickeln. Die mitmachenden Eltern wiederum werden mit dem „spielerischen“ Musizieren vertraut und entdecken neue Möglichkeiten, mit ihrem Kind vergnügte Momente zu erleben.

In der „Krabbelmusik“ geht es nicht um Leistung. Wichtig ist hier das Vorbild der Bezugsperson, die dem Kind Zuwendung und positive Gefühle entgegen bringt. Musik soll dabei ganzheitlich erfahren werden, indem Körper, Geist und Seele des Kindes angesprochen werden.

Inhalte der Krabbelmusik-Stunden sind Lieder und Verse, Bewegung und Rhythmus, bewusstes Hören, Spiele mit Musik, Stimmbildung, Begriffsbildung, Spielen kleiner Instrumente, Selbständigkeit…und vieles mehr
mit viel Wiederholung, weil erst Spaß macht, was man richtig kann.

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MUSIK NETZ Jahreskonzert 2012 – aufgeweckt und in Feierlaune

MUSIK NETZ Jahreskonzert 2012 – aufgeweckt und in Feierlaune
Mehr als 60 Mitwirkende gestalten ein feuriges Konzert

Dass dieses Jahreskonzert des Musikschulvereins MUSIK NETZ EICHSTÄTT e.V. etwas ganz Besonderes werden sollte, erahnten die Gäste bereits schon vor Beginn der Veranstaltung, als sie mit Sekt und Orangensaft herzlich empfangen wurden. Am späten Sonntagnachmittag des 29. Aprils fanden sich rund 180 interessierte Musikfreunde in der Aula der Maria Ward Fachakademie in Eichstätt ein, um dem musikalischen Programm der kleinen und großen Schüler Gehör zu schenken.

Schulleiterin Lydia Tyrakowski-Cebulla wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass dies das 10. Jahreskonzert seit Bestehen der Einrichtung sei und dankte allen Beteiligten für das Extra-Engagement bei der Vorbereitung und Gestaltung dieses Jubiläumskonzerts. Die ursprüngliche Wortbedeutung von „Konzert“, so Tyrakowski-Cebulla, umfasse das „sich gemeinsam etwas erstreiten“,  „zusammenwirken“ oder „etwas miteinander in Übereinstimmung bringen“. In diesem Sinne konnten die Vortragenden durchwegs eindrucksvoll demonstrieren, dass zur musikalischen Entwicklung und Ausbildung mehr gehört als der Erwerb rein instrumentaler Technik.

Mit „Riu riu chiu“, einem tänzerischen Flötenstück aus der Renaissance, eröffnete das Blockflötenensemble unter der Leitung von Rita Pesold das Programm. Dieses rhythmisch anspruchsvolle Stück transportierte unmittelbar die Freude am gemeinsamen Musizieren und war ein gelungener Auftakt.

Unter der kurzweiligen und informativen Moderation von Rita Pesold nahm das Konzert seinen weiteren Verlauf. Die etwas jüngeren Blockflötenschüler von Lydia-Tyrakowski-Cebulla trugen gleich anschließend „Live Music“ und „Die kaputte Uhr“ vor und unterstrichen den fröhlichen Charakter der Stücke sogar mit einer kurzen, pfiffigen Choreographie.

Es schlossen sich Schülerinnen der Celloklasse Maike Rohlfs an. Kim Schneider trug eine Tarantella vor. Anschließend folgte ein Kanon, der sich als sehr bekannt herausstellen sollte: Selbst die Kleinsten im Saal erkannten die Melodie als den wohlbekannten „Bruder Jakob“.

Mit zarten, stilistisch sehr sauberen Gitarrenklängen ging das Programm weiter. Aus der Klasse Sascha Gerofejeff spielten Benedikt Buchberger und Samuel Miller einen „Altdeutschen Tanz“ und anschließend Adrian Seitz ein „Andantino“ des italienischen, frühromantischen Komponisten Ferdinando Carulli. Auch das darauf folgende „Andante“ stammte aus der Feder von F. Carulli und wurde  interpretiert von Boris und Simon Burkowsky. Dominik Bernecker überzeugte mit einem „Adagio“ des Komponisten J.K. Mertz. Anschließend ließen Silas und Simon Schöpfel eine festliche Bourrée von J. de Saint-Luc erklingen. Die jungen Gitarristen zauberten mit ihrem Vortrag eine dichte und konzentrierte Atmosphäre in den Raum.

Annika Huber und Undine Niederreiter aus der Querflötenklasse Stephanie Bernreuther fuhren mit einem „Duett“ von E. Köhler im Programm fort. In ihrem gut aufeinander abgestimmten Spiel im Dreivierteltakt, meinte man zuweilen einem verspielten, frühlingshaften Vogelgezwitscher zu lauschen.

Das Blockflötenensemble mit Laura Kohler, Stella Pischinger und Florian Palit, unter der Leitung von Rita Pesold entführten die Zuhörerschaft mit ihrem Stück „My Lodging’s on the Cold Grown“ anschließend in die grünen Weiten Irlands.

Um eine unglückliche Liebe geht es in Beethoovens „Für Elise“. Selina Gerich interpretierte das bekannte Musikstück am Klavier souverän und stimmig.  Auch im darauf folgenden Gitarrenstück des zeitgenössischen brasilianischen Komponisten Baden Powell ging es um die Liebe. Tobias Meier trug es auf der Gitarre sicher vor und gestaltete die romantischen Harmonien sehr treffsicher.

In ganz andere Gefilde wurden die Zuhörer von Linus Janssen am Klavier gelockt. Dynamisch abwechslungsreich und mit sicherem Anschlag interpretierte er „Hedwig’s Theme“ aus der Harry-Potter-Filmmusik. Mit „Walking in the Air“  gab das Gesangsensemble Judith Bamberger, Theresa Gabler, Sina Strasser und Selina Zack, unter der Leitung von Lydia Tyrakowski, ebenso eine Filmmelodie aus „The Snowman“ von H. Blake und das ebenso eingängige Stück “Homeward Bound” zum Besten. Mit einer natürlichen, unangestrengten Intonation meisterten die Sängerinnen anspruchsvolle Intervallsprünge und vermittelten über Timbre und Stimmführung eine für die Stücke charakteristische Atmosphäre. Julia Kohler begleitete einfühlsam am Klavier.
Rockig nahm das Konzert seinen weiteren Verlauf. Benedikt Harzer aus der Schlagzeugklasse Robert Beck, wagte sich mit „Classic meets Rock“ an eine zeitgenössische Rhythmuskomposition seines Lehrers.

Ebenso rockig-modern ging es weiter unter der Leitung der Lehrkräfte Robert Beck und Matthias Rammelmeier. Mit E-Gitarre und Schlagzeug und dem Stück „Hard Rock“ ließen David Schneider und Janine Scheid den Saal rocken. Sascha Romanow gab mit seiner Schlagzeugbegleitung noch den letzten Schliff.

Zwei solistische Klavierstücke folgten. Frederik Harzer präsentierte Debussy’s „Little Negro“ und Marjam Appelsmeier brachte anschließend „Jessie James“ (Trad.) in einem beachtlichem Tempo  zur Aufführung.

Mit „Jankele“, dem „Wig Lid“ und dem „Huljet, huljet kinderlech“ erweiterten Veronika Pasiziel (Gesang),  Judith Bamberger (Querflöte), Agnes Hilger (Cello) und Ney F. Militao (Gitarre) das Programm um ein besonderes Genre: drei jiddische Stücke, die von den jungen Künstlerinnen, unter der Leitung von Lydia Tyrakowski-Cebulla, sehr beeindruckend dargeboten wurden.

Schließlich stellte das Erwachsenen-Blockflöten-Ensemble, unter der Leitung von Lydia Tyrakowski-Cebulla, ihr Können unter Beweis. Die locker leicht gespielten brasilianischen Melodien und Rhythmen in den Stücken „Bossa Nova Breeze“ und „Tico Tico“ verbreiteten unmittelbar gute Laune. Die temporeichen Passagen meisterte das 10-köpfige Ensemble samt  Cajón-Begleitung locker, leicht und mit exaktem Zusammenspiel. Die abschließenden ziemlich „coolen“ Programmbeiträge leiteten stimmig über zum „feurigen Finale“. Musikalisch unterstützt von ihrem Lehrer Walter Heller, spielten die beiden E-Gitarristen Johannes Michl, Maxi Stössl sowie der Schlagzeuger Luis Seitz „Shut up and Listen“, „Blue True“, „Double Stop Stomp“ und „Sultans of Swing“ (Dire Straits).
Dass Musizieren froh macht, konnte man schließlich ganz deutlich in den Gesichtern der kleinen und großen Künstler sowie der begleitenden Lehrkräfte sehen, als sie sich zum Abschluss noch einmal alle auf der Bühne zusammenfanden. Mit einem Überraschungsfeuerwerk zum Jubiläumsjahr fand das Konzert schließlich ein festlich-feuriges Ende. Großzügiger Applaus und eine allseits heitere Atmosphäre erinnerten daran, dass es mit der gelungenen, nachhaltigen  Pflege musikalischer Verbundenheit während „10 Jahren MUSIK NETZ EICHSTÄTT e.V.“ allen Grund zum Feiern gibt!

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Rita Maria Pesold

Blockflöte für Anfänger und Fortgeschrittene, Kinder und Erwachsene, Ensemble; „Musikzwerge“

Mit 5 Jahren erster Blockflötenunterricht, mit 8 Jahren Geigenunterricht, viele Jahre Mitglied im Eichstätter Kammerorchester, seit 40 Jahren Mitglied im Eichstätter Domchor.

Privatstudium der Blockflöte bei Adrian Wehlte – Berufsmusikfachschule Dinkelsbühl und bei Gudrun Köhler – Konzertflötistin in München. Weiterbildung in versch. Seminaren. Kurse für Orff Instrumentarium bei Jos Wuytack – Strassbourg. Gesangsunterricht bei Daniela Thurner, Salzburg.

Freiberufliche engagiert:

Musik mit Senioren in Altenheimen, privaten Einrichtungen, Station 7 in der Klinik Eichstätt-Altmühltal, Kreisbildungswerk, zahlreiche solistische Auftritte, „Singen unter dem Lindenbaum“ Volksliedersingen beim Altstadtfest Eichstätt zusammen mit Michael Pesold.

Weihnachtskonzerte mit dem Familienensemble Pesold-Bleitzhofer-Weidemann

Seit über 30 Jahren Unterrichtserfahrung, zahlreiche Projekte mit Schülern und dem Blockflötenensemble, Auftritte zu unterschiedlichen Anlässen (Stadtjubiläum)

„Musik ist der Schlüssel zum Herzen“

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Lydia Tyrakowski-Cebulla

Gesang; Stimme und Bewegung; Blockflöte und Ensemble

Staatlich anerkannte Musikschullehrerin, Hochschule für Musik Würzburg, Mitglied im Bayerischen Tonkünstlerverband, Qualitätszertifikat 2014 (Tonkünstlerverband, VBSM-Verband Bayer. Sing- und Musikschulen). Mitglied im Centre Artistique International Roy Hart (CAIRH), Stimmzentrum Südfrankreich, dort „General Certificate Roy Hart Theatre“.

Laufende Weiterbildungen zum Thema Stimme und Gesang, Atem und Körper im CAIRH/Frankreich und bei Christine Lehner-Belkaied, Nürnberg. 20 Jahre Übung in Qi Gong und Taiji Quan mit Li Portenlänger, Eichstätt; Fortbildung auch in der Feldenkrais-Methode

Mehr als 25 Jahre Unterrichtserfahrung mit Gruppen, Schulklassen, Ensembles und Einzelunterricht mit allen Altersstufen; Schulleitung der ehemaligen Musikschule der Stadt Eichstätt, Geschäftsführerin des Musik-Netz Eichstätt e.V., 7 Jahre Lehraufträge an der KUE-IN, 10 Jahre Montessori-Schule

Erfahrung auch mit Musiktherapie.

Gerne unterrichte ich auch Kinder mit Entwicklungsschwierigkeiten bzw. „Spätentwickler“ jeder Altersstufe. Mit meiner Arbeit möchte ich der Musikalität und Freude jedes und jeder einzelnen zum Ausdruck verhelfen und eine Verbindung zwischen dem eigenen Vermögen der /des Lernenden und der Kunst des Musikstückes herstellen.

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Alexander Schlegel

Akkordeon, Klavier, Keyboard. Dipl. Musikpädagoge, Künstler, Komponist

2004 Staatlich geprüfter Leiter im Laienmusizieren

2008 Diplom Musikpädagoge im Fach Akkordeon

2009 Künstlerisches Diplom im Fach Akkordeon

2010 Fortbildungsklasse im Fach Akkordeon

Einsatz auch an anderen Musikschulen in Bayern.

Akkordeonspieler im Marinechor Nürnberg, Ensemble „Timeless D‘ Accord“ in Nürnberg

Berufserfahrung seit 2006

 

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Ney Fernandes Militao

Gitarre, E-Gitarre

Musikpädagoge/Musikwissenschaftler

Okt. 1994 – Dez. 1996 – Musikstudium und Gitarrenunterricht bei Tom Burchill (Weatherford College, Texas, USA)

Aug. 2002 – Aug. 2003 – Gitarrenunterricht, Chor- und Musiktheorie an der Staatlichen Universität von Ceará (UECE) in Brasilien

Okt. 2005 – Juni 2007 – Gitarrenunterricht bei Rosemarie Karrasch (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)

Seit 2004 tätig in Ingolstadt und Eichstätt

Ich interessiere mich grundsätzlich für alle Musikrichtungen, sei sie klassische Musik oder Heavy Metal. Die brasilianische Musik spielt dabei eine wichtige Rolle, insbesondere Bossa Nova. E-Gitarre-, Konzertgitarre – oder Westerngitarrenunterreicht können die Schüler bei mir bekommen.

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